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Studiengangsanalysen

Die FernUniversität hat mit der Studiengangsanalyse ein Instrument etabliert, mit dem die für den Studiengang Verantwortlichen bei der Reflexion relevanter Studienaspekte unterstützt werden. Die Studiengangsanalysen knüpfen somit an zentrale gesetzliche Vorgaben und Verfahren an der Hochschule, wie z.B. dem Hochschulgesetz NRW, den (Re-)Akkreditierungsverfahren der Studiengänge und dem fernuniversitären Qualiätsmanagementsystem, an. Im Folgenden werden das Verfahren der Studiengangsanalyse sowie deren Zielsetzung, Ablauf und Ergebnissicherung kurz skizziert.

Zielsetzung

Das übergeordnete Ziel einer Studiengangsanalyse besteht in der Sicherung und Verbesserung der Qualität von Lehre und Betreuung in einem Studiengang durch die Berücksichtigung von Diversität im Hinblick auf Bedarfe und Ziele unterschiedlicher Studierendengruppen in verschiedenen Studienphasen vor dem Hintergrund fachlicher und didaktischer Anforderungen. Perspektivisch soll dies eine Steigerung des Studienerfolgs bewirken, ohne dabei das Niveau im Studiengang zu senken.

Bezugspunkte sind hochschulpolitische Vorgaben, wie etwa das HG NRW, die Hochschulvereinbarung NRW sowie der Hochschulvertrag der FernUniversität, in denen Verpflichtungen zur Sicherung und Verbesserung von Betreuung, Lehre und Studienerfolg und zur Weiterentwicklung von Diversitäts- und Qualitätsmanagement zu finden sind. Im HEP 2020 (wie schon im HEP 2015) hat die FernUniversität u.a. die Studiengangsanalysen zur Umsetzung dieser Vorgaben formuliert.

Der Anlass für die Durchführung einer Studiengangsanalyse ist entweder der Ablauf des Akkreditierungszeitraums eines Studiengangs oder aber eine Auffälligkeit im kennzahlengestützten Studiengangsmonitoring (vgl. HEP 2020 S. 24). Damit ist die Studiengangsanalyse zugleich Teil des Qualitätsmanagementsystems der FernUniversität.

Das konkrete Ziel der Studiengangsanalyse besteht in der Entwicklung eines zukunftsfähigen studiengangsspezifischen Konzeptes für Lehre, Betreuung und curriculare Struktur unter Berücksichtigung des neuen Studienstrukturmodells, in dem Entwicklungsziele und Maßnahmen festgehalten werden.

Der konkrete Nutzen dieses Studiengangskonzeptes für die jeweilige Fakultät liegt wiederum darin, die Erkenntnisse und Formulierungen für den Reakkreditierungsantrag zu verwenden oder auch die Stellung von Förderanträgen, z.B. im internen Förderprogramm Innovative Lehre, zu begründen.

Prozess

Das Dezernat 1.1 unterstützt - nach Bedarf - den Prozess der Studiengangsanalyse von der Erstinformation bis zur Vorbereitung des Konzepts in Zusammenarbeit mit einer Kontaktperson im Studiengang, z.B. der/die Studiengangskoordinator/in, Studiengangskommissionsvorsitzende/r oder Studiendekan/in. Der systematische Prozess bietet einen Rahmen, in der Arbeitsgruppe über eigene Erfahrungen einerseits und Daten aus dem Berichtswesen und aus Evaluationen andererseits zu diskutieren. Auf dieser Basis können Stärken und Optimierungspotentiale identifiziert werden, um den Studiengang langfristig weiterzuentwickeln. Am Ende des Prozesses steht die Weiterleitung der Ergebnisse (studiengangsspezifisches Konzept) über die Fakultät an das Rektorat. Der Ablauf wird im Schaubild auf der linken Seite deutlich.


Handreichung

Phasenmodell Studiengangsanalyse
Phasenmodell der Studiengangsanalyse

Zentrales Instrument für die Durchführung einer Studiengangsanalyse ist die Handreichung, die das Verfahren strukturiert und eine systematische Ergebnissicherung ermöglicht. Die Handreichung enthält Leitfragen zu verschiedenen Themen, denen ein einfaches Phasenmodell zugrunde gelegt ist (s. Abbildung rechts). Bei den Fragen handelt es sich im Wesentlichen um Einschätzungs- und Bewertungsfragen, zu deren Beantwortung Daten aus dem Berichtswesen und aus Evaluationen (z.B. Studiengangs- und Studierendendatenblatt, Panelbefragungsberichte oder Ergebnisse aus Lehrevaluationen) vorliegen. Die Leitfragen sind förderlich für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Studiengang. Sie sollen zu themenspezifischen Stärken-Schwächen-Analysen sowie der Identifikation von Entwicklungs- und Veränderungspotentialen im Studiengang anregen. Die Ergebnisse können unmittelbar in das Konzeptpapier übernommen werden.


Das Studiengangskonzept

Im Nachgang der Arbeitstreffen gilt es, auf Basis der Ergebnissicherung der Arbeitstreffen ein zunächst in der Arbeitsgruppe abgestimmtes Konzept zu erstellen. Dieses soll sodann in den Fakultätsrat eingebracht und schließlich an das Rektorat weitergeleitet werden.

Anzustreben sind Konzeptpapiere, die deutlich machen,

  • welche Entwicklungs- und Veränderungspotentiale in den Studiengängen im Hinblick auf Lehre, Betreuung und curriculare Struktur gesehen werden und welche studiengangsspezifischen Entwicklungsziele (bspw. für den Akkreditierungszeitraum) daraus abgeleitet werden,
  • wie sich die Entwicklungspotentiale und -ziele im Kontext der einzelnen Studiengänge im Hinblick auf die Umsetzung des Studienstrukturmodells herleiten lassen,
  • welche konkreten Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festgelegt werden, um die Ziele zu erreichen und
  • wie die benannten Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Studiengang erläutert werden.

Die Handreichung enthält tabellarische Schemata, die für die Konzepterstellung genutzt werden können.

Stand der Studiengangsanalysen

Die Studiengänge B.Sc. Psychologie, B.A. Bildungswissenschaft und B.Sc. Mathematik nahmen an der Pilotphase der Studiengangsanalysen teil.

Mit dem B.A. Kulturwissenschaft, dem B.Sc. Wirtschaftswissenschaften und dem Bachelor of Law folgten drei weitere Studiengänge.

Aktuell haben die Studiengänge M.A. Philosophie, M.Sc. Psychologie sowie der M.A. Wirtschaftsinformatik eine Studiengangsanalyse aufgenommen.

Kontakt

Sie haben weitere Fragen zur Studiengangsanalyse oder möchten Ihren Studiengang zur Analyse anmelden?

Dann nehmen Sie Kontakt mit dem Dezernat 1.1 - Lehre und Qualitätsmanagement auf.

Ihre Ansprechpartner sind:

Dr. Nils Borgmann
Telefon: 02331 987 2384
E-Mail: nils.borgmann@fernuni-hagen.de

Johannes Schnieders
Telefon: 02331 987 4665
E-Mail: johannes.schnieders@fernuni-hagen.de

Johannes Schnieders 17.08.2016
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, D-58084 Hagen, Telefon: +49 (2331) 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de