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Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen. Konsequenzen für die Hochschulbildung

Mann mittleren Alters mit Kopfhörern

Der Forschungsschwerpunkt soll sich mit einer Frage beschäftigen, die hochaktuell für die gesamte Hochschullandschaft ist: Was sind die Konsequenzen und Rahmenbedingungen der Digitalisierung? Im Fokus stehen drei Herausforderungen, die für den Transfer in den Bereich der Hochschulbildung relevant sind:

  • Wie lassen sich die Möglichkeiten einer Digitalisierung der zentralen Leistungsprozesse der Hochschule angemessen nutzen?
  • Wie kann man einer zunehmenden Diversität der Zielgruppen gerecht werden?
  • Wie lassen sich adäquate hochschulische Formen des Lebenslangen Lernens entwickeln?

Diese drei Forschungsfelder befassen sich zwar mit unterschiedlichen Aspekten von Entwicklungen in der Hochschulbildung, sie sind jedoch nicht unabhängig voneinander: Es bestehen Zusammenhänge, die erforscht und in den Entwicklungen von Modellen und Prototypen berücksichtigt werden sollen. Gemeinsame und übergreifende Forschungsfragen werden sein: Wie kann erfolgreiches Lebenslanges Lernen im Kontext von Digitalisierung und Diversität gelingen? Und was bedeutet das für Hochschulen und Hochschulpolitik?

Die drei Forschungslinien

Digitalisierung

  • Ausmaß evolutionärer bzw. revolutionärer Veränderungen u.a. von Nutzungs- und Kommunikationsverhalten und Rolle von Automatisierung
  • Rahmenbedingungen für die Datennutzung und Änderungsbedarf
  • Gestaltung von Medien und ihrer Schnittstellen zur Unterstützung veränderter Prozesse
  • Referenzmodelle für den Digitalisierungsprozess in Gesellschaft, Wirtschaft und Recht, speziell für den Wertschöpfungsprozess von Universitäten
  • Prototypische Umsetzung von ausgewählten Szenarien

Diversität

  • Erforschung der Konsequenzen der Diversifizierung der Studierendenschaft für digitalisierte Lehr-Lernarrangements
  • Modelle und Kriterien für deren Gestaltung zur Erreichung heterogener Zielgruppen und zum erfolgreichen Studium
  • In den Studienphasen Entering, Studying, Succeeding

Lebenslanges Lernen

  • Gestaltung (virtueller) Lernumgebungen zur Verknüpfung von betrieblich-beruflichem mit akademischem Lernen
  • Modelle und Entwicklungen für technologiegestütztes Lernen zum erfolgreichen Erwerb von Kompetenzen
  • Identifikation von Faktoren zur effektiven Nutzung von sozialen Lernnetzwerken
  • Einbeziehung der Unternehmensperspektive hinsichtlich der Unterstützung von Lernenden sowie zur Nutzung der neuen Kompetenzpotentiale
Illustration: Die Bereiche Lebenslanges Lernen, Diversität und Digitalisierung haben zahlreiche Schnittpunkte.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen der FernUniversität werden sich vernetzen, um die übergreifenden Fragestellungen zu bearbeiten. Bereits geleistete Forschungsarbeiten aus bildungswissenschaftlicher, psychologischer, wirtschaftswissenschaftlicher, juristischer und informatikbezogener Perspektive sollen stärker in Beziehung gesetzt und mit weiteren, neu hinzukommenden Professuren verbunden werden.

Der Forschungsschwerpunkt ist anwendungsorientiert ausgerichtet: Forschungsergebnisse können direkt im Studienbetrieb oder in Pilotprojekten mit großen (Fern-)Studierendengruppen aufgegriffen und somit sozial robust erprobt werden – ein strategischer Vorteil der FernUniversität.

Zielsetzung

Die FernUniversität möchte mithilfe des Forschungsschwerpunktes einschlägige Lösungsansätze auch für andere Hochschulen, betriebliche Lernzusammenhänge und Kooperationen an den Schnittstellen erarbeiten sowie ihr eigenes Studiensystem systematisch weiterentwickeln. Es soll ein Beitrag dazu geleistet werden, den Auftrag von Hochschulen innerhalb von gesellschaftlichen Anforderungen, die sich dynamisch entwickeln, neu und zeitgemäß zu verorten.

Kooperationen

Neben Partnern für Transferprojekte soll auch Politikberatung zu Zukunftsszenarien, Rahmenbedingungen und Förderinstrumenten in das Portfolio aufgenommen werden. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen und mit ausgewählten einschlägigen Instituten – wie unter anderem der Fraunhofer Gesellschaft – wird die Forschungskompetenz der FernUniversität komplementiert. Ein Sozialpartnerschaftlicher Beirat ergänzt den Wissenschaftlichen Beirat und übernimmt eine wichtige Beratungs- und Unterstützungsfunktion.



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