Barbara Bollig, M.A.

Barbara Bollig Foto: Barbara Bollig

E-Mail: barbara.bollig

Lebenslauf

2010-2016
Studium Anglistik, Germanistik, Bildungswissenschaften an der Universität Trier (Abschluss M.Ed.)
2014-2016
Studium English Literatures and Media an der Universität Trier und University of Cambridge (Abschluss M.A., Abschlussarbeit "Medea nunc sum - Medea usquam sum? Transcultural Appropriations of the Medea Myth")
2017-2018
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie der FernUniversität in Hagen
2017-2018
Promotionsstipendiatin der FernUniversität in Hagen, Arbeit zu Neuverarbeitungen des Medea-Mythos und der diskursiven Auseinandersetzung mit der Medea-Figur
2018-2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie in Hagen

Das Dissertationsprojekt befasst sich diachron mit Medeen insbesondere des 20. und 21. Jahrhunderts und untersucht die Darstellung, Pathologisierung und Politisierung der Medea-Figur vor dem Hintergrund der jeweiligen Entstehungskontexte. Durch den Einbezug ausgewählter Aufführungen des Medea-Stoffes der letzten 20 Jahre wird ein transmedialer Analyserahmen etabliert, der die Textanalyse um theatersemiotische Aspekte erweitert. Neben der Arbeit mit und am Text hat das Projekt zum Ziel, einen Beitrag zur modernen theoretischen Forschung am Mythos beizutragen und eine eigene Mythostheorie zu etablieren, die den Zugang zum weltliterarischen Stoff des Medea-Mythos in der jüngsten Gegenwart aktualisiert.

Forschungsinteressen: Gender Studies, Alteritätsforschung, Postcolonial Studies, Subjektkonstitution & Abjektivität, Mythentheorien, Gegenwartsliteratur

Publikationen

Bollig, Barbara. „>Medea, der Sonne Enkelin, der furchtbaren Hekate Tochter, steht außer unserm Fassungskreis< – Friedrich Maximilian Klingers Medea als ab-göttliches Machtweib jenseits von gut und böse.” Thuswaldner, Gregor, Armin Zimmermann, Jens Eidherr (Hrsg.). Between, Behind and Beyond Good and Evil in Contemporary Cultures. (Symphilologus Bd. 2) Wien: New Academic Press. (i.V.)

Bollig, Barbara. „Zwischen den Gezeiten. Griechische Wikinger, teuflische Götter, natürliche Gewalt in Lars von Triers Medea (1988).“ Gradinari, Irina, Elisa Müller-Adams (Hrsg.). Das Meer als transkultureller Erinnerungsraum (Sonderheft Zeitschrift für interkulturelle Germanistik 2020). (i.V.)

Bollig, Barbara. „Medeen der Gegenwartsliteratur zwischen Mythos und ‘Urban Legend’.“ In: Del Zoppo, Paola, Giuliano Lozzi (Hrsg.). Sulle tracce di Antigone. Diritto, letteratura e studi di genere. Rom: Istituto Italiano di Studi Germanici. S. 125-152.

Bollig, Barbara. „Soundscaping Denmark & the Athenian Forest. Gaining a Voice, Lending an Ear, & Being ‘Over-Heard’ in Hamlet & A Midsummer Night’s Dream.“ In: Geissler, Alexandra, Matthias Schneider (Hrsg.). Zwischen artes liberales und artes digitales. Beiträge zur traditionellen und digitalen Geisteswissenschaft: Festschrift gewidmet Michael Trauth zum 65. Geburtstag am 10. Mai 2015. Marburg: Tectum. S. 3-18.

Bollig, Barbara. „Simon Stone’s Medea at the Barbican, London.“ Lucy Writers Platform (Lucy Cavendish College, Cambridge), 9. März 2019. Online unter: http://lucywritersplatform.com/2019/03/09/simon-stones-medea-at-the-barbican-london/.

Bollig, Barbara. „Beware of Medea – [not] an apology.“ Lucy Writers Platform (Lucy Cavendish College, Cambridge), 11. Dezember 2018. Online unter: http://lucywritersplatform.com/2018/12/11/beware-of-medea-not-an-apology/.


Vorträge

"Schublade Medea: Infantizidgedanken in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur." Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären CePoG-Kolloquiums für (Post)DoktorandInnen. Universität Trier, 06.-07.07.2019.

"Acknowledging Germany’s colonial past & decolonizing its present." Vortrag im Rahmen des interndisziplinären Nachwuchssymposiums New Postcolonial Concerns. University of Cambridge, Cambridge, 15.06.2019

„Chicanx, Queere, Kriegerin: Cherrie L. Moragas mexikanische Medea.“ Vortrag im Rahmen des studentischen Workshops GeschlechterKampfRegeln. Möglichkeiten und Grenzen der geschlechtsspezifischen (Selbst)Ermächtigung in den Künsten von der Antike bis zur Gegenwart. Universität Paderborn, 26.-27.09.2018.

„Kolonialklischee 2018: Versuchte Empathielenkung & Realdystopie im ‚afrikanisierten Heimatfilm‘.“ Vortrag im Rahmen der Tagung Die Welt und Afrika. Neue Wege interkultureller Sprach- und Literaturforschung der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik. Diaspora-Hotel Ouidah/Benin, 05.-08.09.2018.

„Toying with Text(ure)s: Un-Mythicising Margwelaschwili’s Medea and the Ontotext.” Vortrag im Rahmen der internationalen Konferenz Play, Recreation, and Experimentation: Literature and the Arts since the Early Modern Times. University of Kent, Canterbury, 08.-09.12.2017.

„Machtweib, Mörderin, Mensch: Medea im Wandel der Zeiten.“ Pecha-Kucha Vortrag im Rahmen der Veranstaltung City Campus trifft Illuminale, Universität Trier, 29.09.2017.

„Von Sündenböcken und Heroen. Margwelaschwilis Medea zwischen politischer Lüge und metafiktionalen Schopenhauerismen.“ Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären CePoG-Kolloquiums für (Post)DoktorandInnen. Universität Trier, 13.-14.07.2017.

„‘One Version of the Story‘: Indigenous Culture and the Medea Myth.“ Vortrag im Rahmen der internationalen Konferenz A Long Time Ago on a Reservation Far, Far Away: Contemporary Indigenous Popular Culture Across the Globe. Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 01.-03.07.2017.

„Medea nunc sum – Medea usquam sum? Transcultural Appropriations of the Medea Myth. (Jackie Crossland’s Collateral Damage, Dea Loher’s Manhattan Medea, Wesley Enoch’s Black Medea, & Cherrie Moraga’s The Hungry Woman).“ Vortrag im Rahmen der Tagung Über den Mythos reflektieren zwischen Gender Studies, Politik und Recht. Rom, 27.–28.09.2016.

„Transcultural Appropriations of the Medea Myth.“ Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären CePoG-Kolloquiums für (Post)DoktorandInnen. Universität Trier, 30.06.–01.07.2016.

„Der ‚weiße‘ Blick auf die ‚schwarze‘ Frau: zur kolonialen Darstellung der Afrikanerin und den Identitäten Agathes in Lukas Bärfuss‘ Hundert Tage (2008).“ Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären CePoG-Kolloquiums für (Post)DoktorandInnen und fortgeschrittene Studierende. Universität Trier, 16.–17.05.2013.

 

Lehrveranstaltungen

WiSe 2017:

Medea-Mythen. Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne (in Kooperation mit Dr. Irmtraud Hnilica), FernUniversität in Hagen

SoSe 2018:

Moralisches Außenseitertum: (Post-)Koloniales Afrika im deutschsprachigen Gegenwartsroman. Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

Subjektkonstitution und Abjektivität. Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

WiSe 2019:

Shakespeare. Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

Friedrich Maximilian Klingers stürmerisch-drängerische Medea. Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

SoSe 2019:

Mythen und ihre literarische Rezeption: Das Beispiel Medea. Germanistik/NdL B.A./B.Ed (gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea Geier), Universität Trier

Goethe: Faust I & II. B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

Mythos Mythos (Theoriekurs). Seminar B.A. Kulturwissenschaft und M.A. Europäische Moderne, FernUniversität in Hagen

Webredaktion | 02.10.2019