Präsenzveranstaltung

Thema:
Das Seminar entfällt!

Künstliche Menschen in der Literatur

Adressatenkreis:
BA KuWi: Modul L4; Modul L5;
Ort:
Hannover
Adresse:
Regionalzentrum Hannover
Termin:
11.09.2020 bis
12.09.2020
Zeitraum:
Freitag, 11.09. 2020, 15‐19 Uhr,
Samstag, 12.09.2020, 10‐15 Uhr.
Leitung:
Jan Benedict Franke
Anmeldefrist:
28.08.2020
Auskunft erteilt:
E-Mail: Jan Benedict Franke , Telefon: +49 2331 987-2942
E-Mail: Christoph Düchting , Telefon: +49 2331 987-2119

Bereits in der Literatur der klassischen Antike findet sich der Wunschtraum einen Menschen unter Vermeidung des Geschlechtsakts künstlich herzustellen.

Seitdem wandeln diese Wesen durch die Literatur (später auch in Filmen und Computerspielen) und sind aus Science-Fiction und Phantastik nicht mehr wegzudenken.

Dabei erscheinen ihre äußeren Formen, wie auch ihre Wesenszüge, besonders variationsreich und wandelbar: Werden die Androiden der Antike noch durch einen künstlerischen Prozess erschaffen, dem ein natürliches Vorbild zugrunde liegt, erfinden andere Epochen ihre ganz eigenen Arten von Monstren, deren Kreation für ihre Schöpfer meist unglücklich endet. Trotz dieser Heterogenität werden diese Figuren in der Forschung unter dem Begriff des „künstlichen Menschen“ vereint.

Das Seminar richtet sich an Bachelor-Studierende, die sich mit dem literarischen Motiv des künstlichen Menschen auseinandersetzen möchten. Dabei soll anhand von exemplarischen Texten von Autoren wie Ovid, E.T.A. Hoffmann, A. v. Arnim und Stanislaw Lem der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise sich überhaupt ein literarisches Motiv historisch entwickelt und verändert. Überhaupt soll geklärt werden, was die Literaturwissenschaft unter einem Motiv versteht und welche sinnvollen Beobachtungen mit dieser Perspektive gemacht werden können.

Christoph Düchting | 16.06.2020