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Die Person hinter dem Deckblatt: Jura-Studentin Despina Moka

Eine Frau sitzt am Tisch. Vor ihr liegt ein aufgeklapptes Laptop.
Despina Moka beim Fotoshooting auf dem FernUni-Campus (Foto: FernUniversität, Jakob Studnar)

Haben Sie das Gesicht schon mal gesehen? Vielleicht, als das Paket mit den Studienmaterialien von der FernUniversität in Hagen eingetroffen ist? Auf dem Deckblatt, das den Unterlagen beiliegt, ist ihr Gesicht zu sehen: Despina Moka – Studentin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität und Teilnehmerin an einem Fotoshooting mit Studierenden auf dem Campus in Hagen im Jahr 2016.

Auch die 38-Jährige selbst hat die neuen Studienbriefe für das Wintersemester mit ihrem Konterfei bekommen. Wie das auf sie wirkt, erzählt die Hannoveranerin im Interview. Außerdem beantwortet sie, warum sie an der FernUni studiert, wo sich Beruf und Studium überschneiden und wie sie sich selbst aus einem ,Lernloch‘ zieht.


FernUniversität: Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie Ihr Konterfei das erste Mal auf den Studienunterlagen sahen?

Despina Moka: Zuerst hatte mich eine Kommilitonin aufmerksam gemacht. Das war ein lustiges Gefühl, sich selbst zu entdecken. Vor allem aber hat es mich motiviert und gepusht. Es schafft ein Gefühl von Verbundenheit zur FernUni – auch zu den anderen Studierenden, die ich beim Fotoshooting getroffen habe.

Sie haben eine Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte und 13 Jahre in einer Kanzlei gearbeitet. War das die Grundlage für Ihr Studium?

Mein fachliches Interesse an Jura war natürlich da. Dann war da mein ehemaliger Chef. Er hat mich weit über die eigentlichen Aufgaben einer Rechtsanwaltsfachangestellten hinaus gefördert. So habe ich in viele Bereiche reingeschnuppert, an Gerichtsverhandlungen teilgenommen, Mandantenbesuche begleitet. Später durfte ich hin und wieder Klageschriften und Verfügungen verfassen. Dadurch habe ich mich inhaltlich sehr stark mit juristischen Fragen auseinandergesetzt.

Wie kam es dann zum ,Sprung‘ ins Studium?

Als die Kanzlei mit einer anderen fusionierte, habe ich in eine neugegründete Gesellschaft des Landes Niedersachsen gewechselt, die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen. Wir beraten unter anderem Menschen, die berufsbegleitend mit und ohne Abitur studieren wollen. In dem Moment war mir klar, jetzt oder nie‘. Ich wollte gern studieren, hatte allerdings die Schule nach der 12 abgeschlossen, da ich meine Eltern in ihrem Betrieb unterstützt habe. Parallel habe ich dann die Ausbildung gemacht. Mit dieser beruflichen Qualifikation stand ich nun vor der Studienfrage. Ziemlich schnell stellte sich die FernUniversität in Hagen als passend heraus: Studium ohne Abitur möglich, Lernen flexibel einteilbar, das Regionalzentrum Hannover vor der Tür, ortsunabhängig…

Vollzeitjob, Studium, Sport… – da braucht man eine straffe Zeitplanung, oder?

Mit meinem Zeitmanagement habe ich zunächst gekämpft, bis ich meine Struktur gefunden hatte. Jetzt ist ein Wochenendtag fürs Lernen reserviert plus ein Tag in der Woche. Der ist flexibel, aber auf jeden Fall im Büro. Ich sitze sowieso vorm Rechner, also bleibe ich gleich. Ich nutze eh viel Moodle und lerne mit Onlineformaten. In meinem Regal sind zwei Regalbretter voll mit Unterlagen von der FernUni. Meine Arbeitskolleginnen wissen Bescheid, meine Chefin unterstützt mich.

Wie motivieren Sie sich, wenn es mal klemmt?

Mein grundsätzlicher Ausgleich ist Sport. Ich muss mich bewegen und betreibe sehr aktiv TosoX, ein funktionelles Group-Fitness Workout mit Kampfsportelementen. Bei 160 bis 170 Beats pro Minute weißt du, was du körperlich geleistet hast. In 2016 habe ich die dafür vorgesehene Trainerausbildung gemacht, darunter hat das Lernen für die FernUni gelitten. Aber ich wollte die Ausbildung unbedingt zu Ende machen. Wenn ich was anpacke, ziehe ich es durch. Das gilt auch für die Uni. Ich denke an mein Ziel. Diese Studienvakanz im vergangenen Jahr hat bei mir außerdem für Lernhunger gesorgt und ich bin motiviert ins neue Semester gestartet.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach Ihrem Abschluss?

Das findet sich. Ich bin zufrieden auf meiner aktuellen Stelle. Da kann ich sogar meine persönlichen Erfahrungen einbringen: An der FernUniversität bin ich als beruflich Qualifizierte, also ohne Abitur, gestartet. Für die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen bin ich unter anderem erste Anlaufstelle für die Studien- und Weiterbildungsinteressierten sowie für die Partnerinnen und Partner aus Hochschulen, Erwachsenenbildung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kammern und Politik beim Thema Studieren ohne Abitur.

Anja Wetter | 01.09.2017
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