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„Zur Analyse materieller Kultur mit der Methode der Objektiven Hermeneutik“

Vortragsreihe Kolloquien des Instituts für Soziologie

Icon Hagener Forschungsdialog
Wann: 18.10.2017 um 16:00 Uhr
Wo: Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Raum 6
Referent/-in: PD Dr. Matthias Jung (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

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PD Dr. Matthias Jung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Schwerpunkte seiner Forschung sind Arbeitsmarktforschung, Biographieforschung, hermeneutische Sozialforschung, Sozialstrukturen traditionaler Gesellschaften sowie die Hermeneutik materieller Kultur.
Veranstalter:Prof. Dr. Sylvia Marlene Wilz

Der Vortrag diskutiert die Frage, wie vorgegangen werden kann bei einer Analyse materieller Kultur, also konkreter Gegenstände, mit der Methode der Objektiven Hermeneutik. Dabei sind zunächst methodologische Aspekte zu behandeln, welche die spezifische Verfasstheit des Gegenstandsbereiches betreffen: Wie stellen sich bezogen auf Sachkultur Auswahl- und Entscheidungsparameter dar, wie können die sequenzanalytischen Interpretationsprinzipien angewendet werden? Als theoretische Anleihen hilfreich erweisen sich dabei der pragmatistische Bedeutungsbegriff von Charles Sanders Peirce, der die Bedeutung eines Gegenstandes als Generalisierung seiner möglichen praktischen Verwendungen konzipiert, sowie das Affordanzkonzept aus der Wahrnehmungspsychologie James Gibsons, das auf den „Aufforderungscharakter“ von Objekten Bezug nimmt und mittels dessen sich die Fülle der objektiven Möglichkeiten eines Gebrauchs auf diejenigen eingrenzen lässt, welche die Objekte tatsächlich von sich aus nahelegen, zu denen sie „auffordern“. Erläutert wird das Vorgehen anhand von Fallbeispielen aus dem Bereich der prähistorischen Archäologie.

Gerd Dapprich | 10.10.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de