Otto Ostrowski – Berlins „vergessener“ Oberbürgermeister

08. Dezember 2021

Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
08.12.2021
18:00 Uhr

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch
ehemaliger Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität, hat sich in mehreren Publikationen mit der Nachkriegsgeschichte Berlins befasst.

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt
(Tel.: +49 2331 9874010)

Nur eine unscheinbare Seitenstraße im Bezirk Prenzlauer Berg erinnert heute an Berlins ersten gewählten Nachkriegs-Oberbürgermeister, den Sozialdemokraten Otto Ostrowski (1883-1963). Kaum größer könnte der Kontrast zu seinem Nachfolger Ernst Reuter ausfallen, dem eine Vielzahl von Straßen, Plätzen und Einrichtungen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtgrenzen gewidmet wurden.

Wie aber kam es überhaupt dazu, dass das eben noch einstimmig gewählte und von der Alliierten Kommandantur bestätigte Stadtoberhaupt von seiner eigenen Partei fallen gelassen und als „trojanisches Pferd“ aus dem Amt gejagt wurde? Worin bestand Ostrowskis Versagen, der doch als „ehrlicher Makler“ im Sinne gesamtstädtischer Integrität und sozialistischer Umgestaltung angetreten war? Welche Kräfte wirkten im Hintergrund? Und welche historische Bedeutung kommt der so genannten Ostrowski-Krise im Hinblick auf (West)Berlins Meistererzählung als Heldenstadt des Kalten Kriegs zu?

Hinweis: Es gelten die Corona-Regeln des Kulturhauses Lüdenscheid: Kulturhaus Lüdenscheid - Allgemeine Infos (kulturhaus-luedenscheid.com)

Gerd Dapprich | 08.11.2021