Freiheitskämpferin, Heilige, grüne Feministin – Die vielen Leben der Sophie Scholl

17. November 2021

Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
17.11.2021
18:00 Uhr

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Maximilian Probst
1977 in Hamburg geboren, ist ein Enkel des Widerstandskämpfers Christian Probst und Mitglied der 1987 gegründeten Weiße Rose Stiftung. Er hat Philosophie, Geschichte und Germanistik studiert und als Übersetzer von Paul Virilio, Alain Badiou und Slavoj Žižek gearbeitet. Heute ist er Redakteur im Wissensressort der ZEIT.

Moderation
Dr. Almut Leh

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt
(Tel.: +49 2331 9874010)

Das Leben der Sophie Scholl, das am 22. Februar 1943 unter dem Fallbeil endete, umfasste gerade einmal 21 Jahre. Ihr kurzes Leben wurde seither wieder und wieder erzählt, von Zeitzeuginnen, Historikern, Journalisten, Autorinnen und Filmemacherrn. Anlässlich ihres 100. Geburtstags am 9. Mai 2021 sind gleich zwei neue Biografien erschienen. Neues kann dabei kaum noch zu Tage kommen, denn die wesentlichen Quellen sind alle erschlossen.

Maximilian Probst fragt stattdessen nach dem Nachleben der Sophie Scholl im kulturellen Gedächtnis. Warum wurde Sophie Scholl nicht vergessen, wie so viele andere Widerstandskämpfer? Wie wurde sie, die erst spät zur Weißen Rose stieß, zum Gesicht dieser Widerstandsgruppe, vielleicht zum Gesicht des deutschen Widerstandes schlechthin, für mache gar zur berühmtesten Frau der deutschen Geschichte? Wer hat wann und in welchem Kontext das Bild von Sophie Scholl gezeichnet? Worin bestand und besteht das Interesse an dieser jungen Frau, das ihr ein derart langes und intensives Nachleben beschert hat?

Hinweis: Es gelten die Corona-Regeln des Kulturhauses Lüdenscheid: Kulturhaus Lüdenscheid - Allgemeine Infos (kulturhaus-luedenscheid.com)

Gerd Dapprich | 08.11.2021