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Allgemeine Informationen zum Hinausschieben des Ruhestandseintritts

Nach § 32 Absatz 1 Landesbeamtengesetz NRW (LBG NRW) besteht die Möglichkeit, den Eintritt in den Ruhestand auf Antrag um bis zu drei Jahre, jedoch nicht über das Ende des Monats, in dem das 70. Lebensjahr vollendet wird hinaus, hinausgeschoben werden kann.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Verlängerung im dienstlichen Interesse liegt.

Antragsberechtigt

Es sind alle Beamtinnen und Beamten der FernUniversität in Hagen antragsberechtigt.

Antragsverfahren

Abweichend von den in § 32 LBG NRW getroffenen Regelungen gilt bei der Antragstellung zum Hinausschieben des Ruhestandseintritts für Professorinnen und Professoren folgendes:

  • Anträge sind so frühzeitig zu stellen, dass diese zusammen mit einer Stellungnahme des Fachbereiches bzw. der Fakultät mindestens 1 Jahr und 2 Monate vor dem Eintritt des Ruhestandes bzw. der Entpflichtung der Verwaltung vorliegen. Die Anträge sind der Rektorin oder dem Rektor mit einer Stellungnahme des Fachbereiches bzw. der Fakultät sowie des Rektorates vorzulegen.
  • Die Stellungnahme des Fachbereiches bzw. der Fakultät bezieht sich auf die strukturellen und fachlichen Auswirkungen sowie die in der Person liegenden Voraussetzungen. Dabei ist auf die Entwicklungsplanung des Fachbereichs bzw. der Fakultät, insbesondere auch auf die Auswirkungen des Hochschulentwicklungsplans 2020 einzugehen.
  • Die Stellungnahme des Rektorats bezieht sich auf die Entwicklungsplanung der Hochschule im Hinblick auf den Hochschulentwicklungsplan 2020 unter Berücksichtigung von evtl. bereits hochschulintern geplanter Festlegungen zur Umverteilung von Lehrgebietsmitteln und -stellen.
  • Bei Professorinnen und Professoren, deren Stellen bereits bei Antragstellung zur Neubesetzung ausgeschrieben sind, wird der Antrag mit negativem Votum des Rektorates an die Rektorin oder den Rektor weitergeleitet. Gleiches gilt für Professorinnen und Professoren, deren Stellen nach den Planungen der Hochschule zum Hochschulentwicklungsplan 2020 künftig mit einer fachlich neuen Aufgabenumschreibung besetzt oder einem anderen Fachbereich/einer anderen Fakultät zugewiesen werden sollen.
  • In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass in der Verlängerungsphase die ursprünglich getroffene Berufungs- bzw. Bleibezusage nicht mehr gilt, weil deren Geschäftsgrundlage nur bis zum etatmäßigen Eintritt in den Ruhestand bzw. der etatmäßigen Entpflichtung gegeben ist. Für die Phase der Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird der Professorin bzw. dem Professor im Rahmen der haushaltsmäßigen Möglichkeiten eine belastungsorientierte Ausstattung zugeordnet, die neu zu verhandeln ist.
Dezernat 3.2 – Berufungen, Professuren, Beamtinnen und Beamte, Reisekosten und Recht 12.08.2021
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