Veranstaltung

Workshop: "Wenn Eltern älter werden..."

Wie ich altersspezifische Veränderungen erkennen und mit Ihnen umgehen kann

Wissenswertes rund um die Pflege eines Angehörigen

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
So, 02.08.2020
10:00 - 16:00
Bärbel Theis
Online über Adobe Connect

Teil 1: Wie ich altersspezifische Veränderungen erkennen und mit Ihnen umgehen kann

In der Fortbildungsveranstaltung „Wenn Eltern älter werden..... “ soll es darum gehen, die Teilnehmenden für physische und psychische Veränderungen bei ihren Eltern oder Partnern zu sensibilisieren und ihnen Mut zu machen, auch „schwierige“ Themen wie Inkontinenz, Patientenverfügung, Tod und Sterben u.a. offen anzusprechen.

Dies geschieht durch das Aufzeigen von physiologischen Veränderungen im Alter, die den Kontakt mit den nahen Angehörigen erschweren und belasten können. Es werden Strategien und Lösungswege erarbeitet, wie es gelingen kann, die schwierige, wichtige Arbeit zu meistern, ohne sich und den Betroffenen zu überfordern.

Das Angebot richtet sich an all diejenigen Studierenden, deren Eltern, Ehepartner, Freunde oder Nachbarn älter und gebrechlicher werden und zunehmend Unterstützung im Alltag benötigen. Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden werden mit einfließen.

Nutzen der Teilnahme an der Veranstaltung:

  • das Wissen um die „Normalität“ der Veränderungen kann ein tieferes Verständnis für den älter werdenden Angehörigen hervorbringen und das Verhältnis deutlich entspannen
  • es wird Energie frei für ein liebevolleres Miteinander, für die Berufstätigkeit, für die Familie und somit für die eigene Work-Life-Balance

Ziele:

  • Kennenlernen von physiologischen Veränderungen im Alter (Was ist noch normal und was ist schon krank?)
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit/ sich üben im Sprechen über „unerfreuliche“, menschliche Themen
  • Kennenlernen der eigenen Ängste und Sorgen
  • Gewinnen von Vertrauen in die eigenen Kompetenzen
  • Gewinnen einer größeren Klarheit im Umgang mit seinen älteren Angehörigen
  • Abnahme der Verunsicherung/ Gewinnen einer größeren Sicherheit im Umgang mit der zunehmenden Hilfebedürftigkeit

Inhalte:

  • Altersspezifische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf das Miteinander/ auf die Kommunikation
    • Denken, Handeln, Fühlen
    • Sehen
    • Hören
    • Bewegung
    • Inkontinenz
    • Essen und Trinken
  • Was kann ich tun?

Teil 2: Wer kümmert sich um meinen pflegebedürftigen Angehörigen, wenn ich arbeite? – Unterstützungsangebote rund um die Pflege eines Angehörigen

Da ein Pflegefall innerhalb der Familie zwar absehbar aber nicht wirklich planbar ist, kommt er für die Betroffenen meist überraschend und plötzlich, und sie fühlen sich der Situation ausgeliefert und überfordert. Daher scheint es sinnvoll und ratsam, sich schon frühzeitig, – im Idealfall bevor ein Angehöriger zum Pflegefall wird – mit dem Thema Pflege zu beschäftigen.

Diese Veranstaltung möchte den Teilnehmern ganz konkrete Hinweise geben, wie die Pflege eines Angehörigen gelingen kann und welche ergänzenden Hilfen und Unterstützungen es gibt, damit die Pflegeverantwortung besser mit der Berufstätigkeit vereinbar ist und Doppelbelastungen gemindert werden können.

Nutzen der Veranstaltung:

  • Kennenlernen konkreter Hilfsangebote
  • im „Ernstfall“ eine Entscheidung treffen können, die sowohl den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen als auch der Pflegenden gerecht wird
  • Schutz vor Überforderung, Ausgebrannt-Sein und Depression
  • es wird Energie frei für ein liebevolleres Miteinander, für die Berufstätigkeit, für die Familie und für die eigene Work-Life-Balance.

Ziele:

  • Kennenlernen von organisatorischen und finanziellen Hilfen
  • verbessertes Einschätzen von psychischen und körperlichen Belastungen
  • Erhöhung der Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit
  • Erhöhung der Belastbarkeit

Inhalte:

  • Was verbirgt sich hinter folgenden Begriffen und welche Hilfen kann ich von ihnen erwarten: ambulante Pflege/ Sozialstationen/ Wohngemeinschaften; stationäre Pflege/ teilstationäre Pflege/ Kurzzeitpflege; Home Care/ Palliativmedizin/ Hospiz; Besuchs- und Schiebedienste

Leistungen aus der Pflegeversicherung

  • Wie Pflege gelingen kann: Zur besseren Vereinbarkeit von Pflegeverantwortung und Beruf/ Studium

Es handelt sich um ein Angebot des Familienservice der FernUniversität in Hagen.

Zur Person der Referentin: Bärbel Theis, Diplompädagogin und Krankenschwester http://www.baerbel-theis.de/