Arbeitsunfähigkeit

Arztbesuche

Arztbesuche sind grundsätzliche außerhalb der Arbeitszeit zu legen. In Sonderfällen kann ein Arztbesuch aus medizinischen Gründen während der Arbeitszeit notwendig sein (z. B. Blutabnahme auf nüchternen Magen). Dies sprechen Sie mit Ihrem/Ihrer Vorgesetzen ab und begründen die erforderliche Freistellung.

Ich bin krank. Und jetzt?

Bitte melden Sie sich unverzüglich in Ihrem Beschäftigungsbereich vor Beschäftigungsbeginn telefonisch oder per E-Mail krank. Selbiges gilt auch, wenn Sie während der Arbeitszeit erkranken.

  • Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. ein entsprechendes Attest wird nach dem 3. Kalendertag der Krankheit (nicht Arbeitstage) benötigt und sollte möglichst über den Beschäftigungsbereich an die Personalverwaltung geschickt werden. Bitte beachten Sie dabei auch, dass im Falle einer weiter andauernden Erkrankung, welche über das bescheinigte Datum der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. des entsprechenden ärztlichen Attests hinaus geht, in jedem Fall ein neue/weiterführende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. ein entsprechendes Attest eines behandelnden Arztes benötigt wird.

    Beachten Sie bitte, dass wir die Arbeitsunfähigketsbescheinigungen im Original benötigen. Eine elektronische Zusendung ist nicht ausreichend.

  • Wer arbeitsunfähig ist, darf weder Arbeiten übertragen bekommen noch freiwillig derartige Arbeiten übernehmen. Daher gilt für die FernUniversität Hagen grundsätzlich:

    • Keine Dienstaufnahme vor Ablauf einer attestierten Arbeitsunfähigkeit!

    Was ist nun aber, wenn ich mich wieder gesund fühle und vor Ablauf des vom Arzt bescheinigten Datums wieder arbeiten möchte?

    Wenn Sie Ihre Arbeit vorzeitig wieder aufnehmen möchten, müssen wir beurteilen ob Sie wieder arbeitsfähig sind und eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Dies können wir jedoch nur schwer beurteilen und machen uns ggf. sogar schadenersatzpflichtig, wenn wir Sie arbeiten lassen.

    Da uns das medizinische Wissen fehlt, können wir keine Gesundheitsprüfung von Beschäftigten durchführen. Wir verlassen uns auf die Meinung der Mediziner und bitten aus diesem Grund um ein entsprechendes ärztliches Attest zur „Gesundschreibung“.

    Sprechen Sie daher mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt und bitten Ihn um ein Attest, ab wann Sie wieder arbeitsfähig sind. Eventuell anfallende Kosten für das Attest werden von der FernUniversität Hagen übernommen.

    Informieren Sie bitte Ihre Vorgesetzten bzw. Ihren Vorgesetzten und senden der Personalverwaltung das entsprechende Attest zu.

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  • Sollten Sie im Urlaub krank werden, müssen Sie, falls Sie die Tage der Arbeitsunfähigkeit gutgeschrieben haben möchten, diese durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachweisen.

    § 9 BUrlG -Erkrankung während des Urlaubs:

    „Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.“

    Es werden nur die durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachgewiesenen Tage einer Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Urlaub angerechnet.

    Bitte informieren Sie unverzüglich Ihre Vorgesetzten und den Personalbereich.

Kind krank. Und jetzt?

Bitte informieren Sie Ihre Vorgesetzte bzw. Ihren Vorgesetzten unverzüglich telefonisch oder per E-Mail

    • Stellt Ihr Arzt fest, dass die Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege wegen der Erkrankung des Kindes notwendig ist und gibt es niemanden, der das für Sie erledigen kann, können Sie „Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ bei der Krankenkasse beantragen
    • Um das Krankengeld zu beantragen, stellt der Arzt eine „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ aus, auf deren Rückseite oder unterem Teil sich auch der Antrag für das Krankengeld befindet. Füllen Sie diesen Teil bitte aus und geben Sie die Bescheinigung bei der Krankenkasse ab
    • Bitte erstellen Sie vor Abgabe an die Krankenkasse eine Kopie dieser Bescheinigung und reichen Sie diese im Personaldezernat ein
    • Aufgrund dieser Bescheinigung stellt die FernUniversität in Hagen für die Tage, in denen Sie Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse haben, die Zahlung des Entgelts ein
    • Die Einstellung des Entgelts erfolgt für die vom Arzt ausgewiesenen Arbeitstage. Für Tage, die ohnehin frei sind, wie Wochenenden, erfolgt keine Einstellung des Entgelts
    • In § 45 SGB V ist festgelegt, dass bei Erkrankung eines Kindes unter 12 Jahren für die Eltern ein Anspruch auf Krankengeld besteht, wenn sie wegen der Pflege eines erkrankten Kindes nicht arbeiten können
    • Neben den ehelichen, nichtehelichen, für ehelich erklärten und angenommenen Kindern sind auch Stiefkinder, Enkel, Pflegekinder und Adoptivpflegekinder erfasst
    • Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer und das Kind müssen gesetzlich krankenversichert sein
    • Die Betreuung, Beaufsichtigung oder Pflege muss nach ärztlichem Zeugnis erforderlich sein
    • Es darf keine andere im selben Haushalt lebende Person für die Betreuung zur Verfügung stehen
    • Für jedes Kind unter 12 Jahren hat jedes Elternteil einen Anspruch von 10 Arbeitstagen im Kalenderjahr; bei mehreren Kindern sind es maximal 25 Arbeitstage pro Elternteil
    • Alleinerziehende haben pro Kind und Kalenderjahr längstens 20 Arbeitstage Anspruch; bei mehreren Kindern höchstens 50 Arbeitstage
    • Es besteht auch die Möglichkeit, Ansprüche auf das andere Elternteil zu übertragen, wenn die jeweilige Krankenkasse und der Arbeitgeber einverstanden sind. Bei behinderten Kindern sollten Sie mit der Krankenkasse Rücksprache halten, da unter Umständen andere Altersgrenzen gelten
    • Gemäß § 29 TV-L besteht ein Anspruch von 4 Arbeitstagen im Kalenderjahr pro Kind unter 12 Jahren, aber maximal 5 Arbeitstage pro Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer
    • Dies gilt jedoch nur, wenn kein Anspruch gemäß § 45 SGB V besteht, also insbesondere bei nicht gesetzlich versicherten Beschäftigten bzw. Kindern
    • Für Kinder ab 12 Jahren kommt der Freistellungsanspruch nach demselben Paragraphen “bei schwerer Erkrankung eines Angehörigen im selben Haushalt” von allerdings nur noch 1 Arbeitstag in Betracht
    • Sollten Sie keinen Anspruch auf Leistungen nach § 45 SGB V haben, z.B. weil sie privat krankenversichert sind, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Personalsachbearbeiter/in
    • Unabhängig von den oben genannten Freistellungen kann grundsätzlich ein Anspruch auf unentgeltliche Freistellung nach § 45 Absatz 4 und 5 SGB V bestehen

Krankengeld

Wenn die Engeltfortzahlung bei längerer Erkrankung eingestellt wird, erhalten Sie von der Personalverwaltung ein Informationsschreiben. Gesetzlich Versicherte haben nach Ablauf der Entgeltfortzahlung grundsätzlich einen Anspruch auf Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse.

Das Krankengeld müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

mehr Infos

  • Achten Sie bei Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit auf einen lückenlosen Nachweis. Hierfür sollten Sie sich rechtzeitig bei ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vorstellen. Bei verspäteter Vorlage der Bescheinigung bei der Krankenkasse oder lückenhaftem Nachweis der Arbeitsunfähigkeit droht Krankengeldverlust.
  • Neben dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin muss daher auch die Krankenkasse über die Erkrankung informiert werden, wenn diese zur Arbeitsunfähigkeit führt. Auch hier gelten Fristen. Wenn diese nicht eingehalten wird, kann es beispielsweise bei Anspruch auf Krankengeld zu einem Ruhen der Zahlung kommen. Die sogenannte Vorlagefrist der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse ist in § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V auf eine Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit festgelegt.

Weitere Informationen zum Thema Krankengeld erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Wiedereingliederung

Nach einer längeren Krankheit besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine stufenweise Wiedereingliederung durchzuführen. Hier erhalten Sie Informationen zu diesem Thema.

  • Die stufenweise Wiedereingliederung soll Sie, nach einer längeren schweren Krankheit, schrittweise an die volle Arbeitsbelastung heranführen und so den Übergang zur vollen Berufstätigkeit erleichtern. Dies bedeutet, dass Ihre Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum deutlich verringert und in festgelegten Zeitabschnitten schrittweise bis zu Ihrer vertraglich vereinbarten Arbeitszeit erhöht wird. Sie sind während der Maßnahme weiterhin arbeitsunfähig krank.

  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt. Wenn Sie mit einer Wiedereingliederung einverstanden sind, erstellt Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt zunächst einen Wiedereingliederungsplan. Darin legt Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt fest, wie Ihre Arbeitszeit schrittweise bis zur vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angehoben werden soll, damit Sie wieder voll am bisherigen Arbeitsplatz arbeiten können.

    Der Plan erhält in der Regel Angaben zu:

    • der Abfolge und Dauer der einzelnen Stufen
    • den Tätigkeiten und Belastungen, die vermieden werden sollen
    • den notwendigen Bedingungen am Arbeitsplatz, die zu berücksichtigen sind
    • Prognose zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit

    Ihre behandelnde Ärztin bzw. ihr behandelnder Arzt überprüft, wie Ihre Wiedereingliederung verläuft. Wenn erforderlich, wird der Behandlungsplan an Ihre individuelle Situation angepasst.

  • Die FernUniversität in Hagen versucht, die stufenweise Wiedereingliederung entsprechend der ärztlichen Empfehlung im Einklang mit den Möglichkeiten an Ihrem Arbeitsplatz umzusetzen. Ein Anspruch hierauf besteht allerdings grundsätzlich nicht.

  • Schwerbehinderte Beschäftigte haben gemäß § 81 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 SGB IX einen Anspruch auf stufenweise Wiedereingliederung.

  • Die Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung wird von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt festgelegt. In der Regel dauert eine stufenweise Wiedereingliederung zwischen vier und acht Wochen. Wenn medizinische Gründe vorliegen, kann sie auch länger dauern.

  • Im Bedarfsfall kann die stufenweise Wiedereingliederung an die individuellen gesundheitlichen Erfordernisse angepasst werden. Dieses müssen Sie rechtzeitig vor einer eventuellen Änderung mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt besprechen. Die Änderung des Stufenplans muss durch die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt schriftlich erfolgen. Sollte die stufenweise Wiedereingliederung aus Ihrer Sicht aus gesundheitlichen Gründen beendet werden, müssen Sie dies mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt besprechen, die bzw. der den Abbruch dann schriftlich bescheinigen muss. In diesem Falle gilt die stufenweise Wiedereingliederung als beendet und Sie bleiben bis zur Herstellung der vollen Arbeitsfähigkeit arbeitsunfähig. Stellt die FernUniversität in Hagen fest, dass eine Wiedereingliederung auch unter Beachtung der von der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt festgelegten Belastungseinschränkungen nicht möglich ist, wird sie Ihnen und den Kostenträgern dieses mitteilen. In diesem Falle gilt die stufenweise Wiedereingliederung als beendet und Sie bleiben bis zur Herstellung der vollen Arbeitsfähigkeit arbeitsunfähig. Bitte sprechen Sie daher vor jeder Änderung oder Abbruch der Wiedereingliederung mit Ihrer behandelnden Ärztin bzw. Ihrem behandelnden Arzt und informieren unverzüglich sowohl die Kostenträger als auch die zuständigen Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner im Personaldezernat.

  • In der Regel erhalten Sie während der stufenweisen Wiedereingliederung Krankengeld von Ihrer Krankenkasse oder Verletztengeld von der Unfallkasse NRW. Wenn Sie im Anschluss an eine Rehabilitation eine stufenweise Wiedereingliederung beginnen, zahlt Ihnen der Rentenversicherungsträger Übergangsgeld, sofern hierfür die Voraussetzungen vorliegen. Der tarifliche Anspruch auf Krankengeldzuschuss besteht, sofern hierfür die Voraussetzungen vorliegen, auch während einer stufenweisen Wiedereingliederung.

  • Während einer stufenweisen Wiedereingliederung sind Sie weiterhin arbeitsunfähig und können daher während dieser Zeit keinen Erholungsurlaub in Anspruch nehmen.

  • Gemeinsam mit ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt wird ein "Wiedereingliederungsplan" erstellt Anschließend legen Sie den ausgefüllten und von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt unterschriebenen Wiedereingliederungsplan zunächst Ihrer Vorgesetzten bzw. Ihrem Vorgesetzten vor Die Vorgesetzte bzw. der Vorgesetzte sollten ihre Zustimmung oder Bedenken direkt dem Personaldezernat mitteilen. Bei Tarifbeschäftigten gerne per E-Mail. Bitte reichen Sie den Antrag auf Wiedereingliederung dann so früh wie möglich und vor Antritt der Wiedereingliederung bei Ihrer zuständigen Ansprechpartnerin bzw. Ihrem Ansprechpartner ein. Für Tarifbeschäftigte sind das Ihre Personalsachbearbeiterinnen bzw. Personalsachbearbeiter. Nach Zustimmung leiten Sie den unterschriebenen Plan an Ihre Kostenträger weiter und können frühestens am Tage des festgelegten Beginns mit der stufenweisen Wiedereingliederung beginnen Bitte denken Sie daran, auch während einer stufenweisen Wiedereingliederung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowohl beim Kostenträger als auch bei der FernUniversität in Hagen vorzulegen. Dies ist notwendig, damit die Zahlung des Krankengeldes oder Übergangsgeldes problemlos erfolgt.

 
Webredaktion - Uniintern | 14.10.2021