Postphänomenologie und die Philosophie der Technik

11. November 2021

Forum Philosophicum

Zeitraum
11.11.2021
16:30 Uhr

Ort
Gebäude 8, Universitätsstr. 21, 58097 Hagen, Raum B121 (Großer Senatssaal)

Veranstalter/-in
Institut für Philosophie

Referent/-in
Prof. Dr. Oliver Müller
Albert-Ludwigs­Universität Freiburg

Moderation
Prof. Dr. Thomas Bedorf

Im Vortrag werden die Grundzüge der sog. Postphänomenologie dargestellt, wie sie von Don Ihde im Anschluss an Husserl, Heidegger und Merleau-Ponty entwickelt wurde. Die Postphänomenologie untersucht auf der Grundlage der ‚klassischen‘ Phänomenologie und Hermeneutik die Vielschichtigkeit unserer technischen Selbst- und Weltverhältnisse. Sie geht dabei von einer „relationalen Ontologie“ (relational ontology) aus, die sich in verschiedenen Relationen ausdifferenziert (embodiment relations, hermeneutic relations, alterity relations, background relations). Diese Relationen werden im Einzelnen dargestellt, um das technikphilosophische Potential dieser Methode herauszuarbeiten. Dabei werden sowohl jüngere Weiterentwicklungen und Verfeinerungen dieses Ansatzes als auch konkrete technische Anwendungsfelder besprochen. Abschließend werden in einer kritischen Reflexion auch die Grenzen der Postphänomenologie thematisiert – insbesondere was das fehlende begriffliche Instrumentarium für eine Technikkritik angeht.

Gerd Dapprich | 11.10.2021